Heim

Als ich neulich mit den Zwillingen unterwegs war, sprach mich ein Mensch an, die_den wir ab und an sehen, und mit der_dem ich bisher drei Mal kurzen Smalltalk gehalten hatte. Sie_er fragte sofort, ob wir unser älteres Kind „nun“ nicht „ins Heim“ geben wollten. Als ich fast lachte, weil das so grotesk für mich war und verneinte, war sie_er sehr skeptisch und sagte, sie_er hätte allen Respekt vor Eltern, die „das“ schafften. Und ob es „nicht mal laufen“ könne, nach dem Motto: Dann ist „das“ nicht „zu schaffen“. Heim weiterlesen

Empfehlung: „Weil es sagbar ist“ von Carolin Emcke

Ich bin, vermutlich über den Podcast „Heiter scheitern“ (bei dem es 2017 endlich neue Folgen gibt! Yeah!) auf Caroline Emcke aufmerksam geworden und fand „Gegen den Hass“ schon sehr lesenswert (auch wenn ich mir mehr als einen Essay gewünscht hätte), aber bin nun endlich dazu gekommen, „Weil es sagbar ist – Über Zeugenschaft und Gerechtigkeit“ zu lesen (Anstoß war der Viele-Sein-Podcast) . Und ich bin wieder hin und weg. Ich frage mich, ob Menschen, die selber keine nachwirkenden Gewalterfahrungen gemacht haben, auch so viele „Ja, genau das!“-Momente haben bei dem Buch?